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Grundlagen des temperaturgesteuerten Dampfens

Dieser Beitrag richtet sich an Dampfer, die E-Zigaretten mit einem geregelten Mod mit unterschiedlichen Modi.

Spannung, Widerstand und Leistung bei E-Zigaretten

Der Akku einer E-Zigarette ist entweder fest verbaut oder wechselbar. Dieser gibt Spannung (in Volt) ab. Am Heizdraht des Verdampfers entsteht ein Widerstand (in Ohm). Dieser Widerstand ist unveränderlich solange der Verdampferkopf oder die Wicklung nicht ausgetauscht wird.

Geregelt, chipgesteuerte Akkuträger beim temperaturgesteuerten Dampfen

Weil der Widerstand am Verdampfer annähernd gleich bleibt, jedoch die Spannung mit sinkendem Ladestand des Akkus abnimmt, sinkt die Restladekapazität des Akkus. Dies führt zur Abnahme der Leistung des Geräts proportional zur Restladezeit. So verhalten sich Geräte, die ungeregelten Akkuträger simulieren. Es handelt sich dabei um Geräte mit mechanischen Mods. Bei E-Zigaretten mit einstellbarer Temperatur, Leistungs- oder Spannungswert kommt ein Chipsatz zum Einsatz. Dieser kennt die drei Größen: Restladekapazität der Stromquelle in Volt, den Widerstand am Verdampfer in Ohm und den eingestellten gewünschten Betriebsparameter des Nutzers. Wenn bei einem bestimmten Widerstand eine bestimmte Leistung, Spannung, Temperatur u.s.f. erreicht werden soll, muss die Stromquelle eine bestimmte Spannung bereitstellen. Diese Spannung wird von dem benannten Chipssatz gesteuert.

Der Temperature Control-Modus (TC)

Der Temperature Control-Modus ist der am häufigsten verwendete Betriebsmodus für das temperaturgesteuerte Dampfen. Dieser Modus ist oft mit »TC« oder »TEMP« abgekürzt. Im TC-Modus wird eingestellt bis zu welcher Temperatur der Verdampfer der E-Zigarette erhitzt werden soll. Das sind Temperaturen zwischen 100 und 300 bzw. 315 Grad Celsius. Weiter muss angegeben werden aus welchem Material die benutzte Wicklung besteht. Häufige Auswahlmöglichkeiten dabei sind Nickel, Titan und Edelstahl. Der Chip der E-Zigarette ist nicht in der Lage die Temperatur zu messen. Dieser kennt nur die drei oben genannten Größen. Wenn ein Material erhitzt wird, ändert sich der Widerstand. Das ist für jedes Material spezifisch. Zur Vereinfachung bezeichnen wir diesen Widerstand TCR-Wert. Der Mod misst nun während des Dampfens immer wieder den Widerstand am Verdampfer. Auf dem Chip ist gespeichert, welche Spannung zu welchem Widerstand gehört. So wird die Leistung ermittelt, die den Draht bis zur gewünschen Temperatur erhitzt.

Der TCR-Modus (Temperature Coefficient of Resistance)

Es handelt sich beim TCR-Modus um einen weiteren Modus des temperaturgesteuerten Dampfens. Auf dem Chip des Mods sind die TCR-Werte für die unterschiedlichen Metalle gespeichert. Das ermögliche die Verwendung von Spulen unterschiedlicher Materialien. Die einzustellenden TCR-Werte für die jeweiligen Spulen werden oft vom Hersteller des Heizdrahtes mitgeliefert. Hier kann auch der Fachhändler helfen.

Kanthal beim temperaturgesteuerten Dampfen

Bei Verdampferköpfen am häufigsten eingesetzte Material ist Kanthal, was einen TCR-Wert von Null hat. Der Widerstand von Kanthal ändert sich beim Erhitzen nicht. Deswegen eignet sich Kanthal nicht für das temperaturgesteuerte Dampfen. Automatisch wechseln viele Mods in variablen Vattage-Modus (VW), wenn sie erkennt, dass der Widerstand sich nicht ändert.

Chipsätze für unterschiedliche E-Zigaretten

Die Chipsätze für E-Zigaretten sind unterschiedlich. Die Chipsteuerung arbeitet mit unterschiedlicher Genauigkeit. Es bedeutet allerdings nicht, dass günstigere Chipsätze zugleich von geringerer Qualität sein müssen. Möchte man mal einen MTL-Verdampfer mit 14 Watt betreiben und dann einen Subohm Clearomizer mit 90 Watt nutzen, reicht ein einfacher Chip völlig aus, er kann genau das leisten. Hat man den Anspruch, beim temperaturgesteuerten Dampfen entlang sehr ausgefeilter, selbsterstellter Temperaturkurven zu vapen, dann benötigt man einen Chip, der eben diese Genauigkeit bietet. Die derzeit exaktesten Chips sind wohl die DNA-Chips des Herstellers Evolv, verbaut beispielsweise in der bei InnoCigs erhältlichen Steamax Preva DNA E-Zigarette. Wie eben auch bei Autos, Fußballschuhen – oder Reiseraumluftbefeuchtern – gilt: es kommt darauf an, was man damit machen will!

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